Forgotten City von Michael Ford – spannende Jugend Dystopie

Forgotten city ist eine rasant erzählte Jugend Dystopie und der erste Band einer Reihe.

Kobi und sein Vater sind die letzten Menschen auf der Welt, die eine biologische Katastrophe überlebt haben. Zumindest wissen sie nichts von anderen Überlebenden. Sie leben in einem alten Schulgebäude und trotzen der wilden Natur und allem Gefährlichen, was es außerhalb der Mauern gibt. Zum Beispiel mutierten Tieren. Als Kobis Dad von einem Besuch im Labor nicht zurückkehrt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich in die Wildnis zu wagen. Dabei erlebt er allerlei Überraschungen und gerät in gefährliche Situationen.

In einer nicht allzu fernen Zukunft sind Kobi und sein Vater die vermeintlich einzigen Überlebenden einer weltweiten Katastrophe. Um die durch den Klimawandel verursachte weltweite Nahrungsknappheit zu beenden, wurde einige Jahre zuvor ein gentechnisch verändertes Hormon namens Waste entwickelt, das jedoch verheerende Folgen für Mensch und Umwelt hatte. Binnen kurzer Zeit gerieten Flora und Fauna außer Kontrolle: fleischfressende Würgepflanzen und gigantische Kreaturen zerstörten ganze Städte. Als Kobis Vater verschwindet, macht der Junge sich auf die Suche nach ihm – und trifft auf weitere Überlebende! Gemeinsam mit ihnen kämpft er sich durch die verwilderte Stadt. Doch schon bald lernt Kobi, dass die tödlichen Pflanzen nicht die größte Gefahr darstellen.

© Text & Bild Edel:Kids Books 2021

 

Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und schnell zu lesen. Das Buch ist durchweg spannend erzählt und zusammen mit Kobi erfährt man Stück für Stück, was eigentlich in der Vergangenheit passiert ist, was es mit dem sog. Waste auf sich hat und das einige Dinge ganz anders sind, als sie scheinen. Man kann sich dabei sehr gut in ihn hineinversetzen und versteht seine Gefühle und inneren Konflikte. Besonders als Kobi auf andere Überlebende trifft, stellt das natürlich seine Welt völlig auf den Kopf.
Auch wenn es spannend ist, anfangs fand ich die Handlung relativ vorhersehbar und dachte schon, so ähnlich habe ich das wo anders auch schon gelesen. Doch plötzlich gab es ein paar Wendungen, die die Geschichte in völlig andere Bahnen gelenkt hat. Das hat mich positiv überrascht.

Das Buch behandelt auch, neben der fiktionalen Handlung, ethische und moralische Fragestellungen. Zum Beispiel in wie weit der Mensch in die Natur eingreifen kann ohne alles zu zerstören und inwiefern Experimente an Wenigen den Nutzen für die restliche Menschheit rechtfertigen – oder eben nicht.

Es handelt sich zwar um eine Reihe, aber das Ende könnte man auch so stehen lassen, finde ich.
Ein insgesamt spannendes, schnell zu lesendes Jugendbuch für Leser ab 12/13 Jahren.

Ich bedanke mich beim Verlag und Netgalley für das kostenlose e-Book, was meine Meinung jedoch in keiner Weise beeinflusst.

4 von 5 Sternen
4/5

Corinna

Mama, Fantasy Fan, Querbeetleserin, Kaffeesüchtig

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